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Ausbildungsvergütung - Das Gehalt in der Ausbildung

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Ausbildungsvergütung: Wie werden Auszubildende bezahlt?

Während einer dualen Berufsausbildung werden Auszubildende mit einer monatlichen Vergütung bezahlt. In der Regel steigt die Ausbildungsvergütung von Jahr zu Jahr an. Je nach Berufsausbildung fällt die Vergütung unterschiedlich aus, in einigen Ausbildungen verdienen Azubis mehr, als in anderen. Einige Ausbildungen sind an Tarifverträge gebunden und es herrscht seit 2020 die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was genau ein Azubi in welchem Ausbildungsberuf verdient, weitere wichtige Informationen rund um das Thema Ausbildungsvergütung und die bestbezahlte Ausbildungsberufe finden Sie in diesem Artikel.

Ausbildungsvergütung in der Übersicht

  • Für jede duale Ausbildung erhält der Auszubildende eine Vergütung.
  • Finanzielle Unterstützungen vom Staat sind trotz Vergütung möglich.
  • Tarifverträge legen viele Ausbildungsvergütungen fest.
  • Das Bruttogehalt ist höher als das Nettogehalt.

Gesetzlicher Anspruch auf Ausbildungsvergütung

Grundsätzlich haben Auszubildende nach § 17 Berufsbildungsgesetz einen gesetzlichen Anspruch auf angemessene Vergütung.

Als angemessene Vergütung gelten diese, die sich an bestehende Tarifverträge orientieren oder die Branchentarifverträge als Richtwert und Kriterium für die angemessene Ausbildungsvergütung nutzen.

Ausbildungsvergütungen, die einem einschlägigen Tarifvertrag um mehr als 20 Prozent unterliegen, gelten nicht als angemessen oder fair!

Wie hoch fällt die Ausbildungsvergütung aus?

Je nach Branche und Ausbildungsberuf unterscheidet sich die Höhe der Vergütung, weitere Faktoren können Einfluss auf die tatsächliche Höhe nehmen. Wie hoch die tatsächliche Bezahlung ausfällt, steht im Ausbildungsvertrag des Lehrlings.

Die Ausbildungsvergütung muss mindestens jährlich ansteigen, in der Regel erhalten Auszubildende im neuen Lehrjahr eine höhere Vergütung. Duale Ausbildungen dauern regulär drei Jahre.

Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Ausbildungsvergütung häufig zwischen 500 Euro und 800 Euro brutto. Wie hoch die Vergütung tatsächlich ausfällt und wie hoch der Anstieg in den jeweiligen Ausbildungsjahren ausfällt, hängt von Beruf und Branche ab.

Grundsätzlich erhalten nur Auszubildende in einer dualen Berufsausbildung eine Vergütung. Eine duale Ausbildung besteht aus einem praktischen und theoretischen Teil. In der Praxis arbeiten die Auszubildenden im Betrieb und setzen die theoretischen Inhalte aus der Berufsschule um. Für diese Tätigkeit wird der Lehrling mit der Vergütung bezahlt, wie jeder andere Arbeitnehmer.

Die bestbezahlten Ausbildungsberufe

Wie viel Lohn Auszubildende während ihrer Ausbildung erhalten, hängt wie bereits erwähnt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt Ausbildungsberufe, bei denen mehr Geld am Ende des Monats auf dem Konto landet, als bei anderen. Doch auch innerhalb der Berufe gibt es Schwankungen, ausgelöst durch Faktoren wie Region und Stadt.

Durchschnittliche monatliche Ausbildungsvergütung in Deutschland

Die Statistik zeigt die durchschnittliche monatliche Ausbildungsvergütung in Deutschland. Eine Ausbildung dauert je nach Ausbildungsberuf mindestens zwei und maximal dreieinhalb Jahre.

Für jeden Ausbildungsberuf gibt es eine Ausbildungsordnung, in der genau festgehalten ist, wie lange die Ausbildung dauert.

Beruf 1.Jahr 2.Jahr 3.Jahr 4.Jahr
Änderungsschneider/in 821€ 913€
Anlagenmechaniker/in 903€ 957€ 1017€ 1070€
Anlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik 722€ 784€ 847€ 911€
Aufbereitungsmechaniker/in - Braunkohle 850€ 917€ 985€
Aufbereitungsmechaniker/in - Feuerfeste/keramische Rohstoffe 882€ 979€ 1089€
Aufbereitungsmechaniker/in - Naturstein 850€ 949€ 1065€
Aufbereitungsmechaniker/in - Sand und Kies 797€ 870€ 1004€
Aufbereitungsmechaniker/in - Steinkohle 714€ 775€ 836€
Augenoptiker/in 600€ 696€ 809€
Automobilkaufmann/-frau 868€ 934€ 1024€
Bäcker/in 776€ 872€ 1003€
Bankkaufmann/-frau 1073€ 1129€ 1190€
Baustoffprüfer/in 737€ 879€ 1048€
Behälter- und Apparatebauer/in 722€ 786€ 873€ 940€
Berg- und Maschinenmann/-frau - Transport und Instandhaltung 850€ 917€
Berg- und Maschinenmann/-frau - Vortrieb und Gewinnung 850€ 917€
Bergbautechnologe/-technologin - Tiefbautechnik 835€ 941€ 1043€
Berufskraftfahrer/in 819€ 878€ 964€
Betonfertigteilbauer/in 813€ 929€ 1099€
Binnenschiffer/in 925€ 1058€ 1194€
Binnenschifffahrtskapitän/in 925€ 1058€ 1194€
Biologielaborant/in 1035€ 1101€ 1148€ 1221€
Biologiemodellmacher/in 570€ 660€ 750€
Bogenmacher/in 639€ 758€ 880€
Bootsbauer/in - Neu-, Aus- und Umbau 859€ 911€ 983€ 1031€
Bootsbauer/in - Technik 859€ 911€ 983€ 1031€
Böttcher/in 639€ 758€ 880€
Brauer/in und Mälzer/in 914€ 1055€ 1197€
Brenner/in 700€ 759€ 829€
Buchhändler/in 760€ 838€ 919€
Büchsenmacher/in 722€ 786€ 873€
Chemielaborant/in 1052€ 1110€ 1156€ 1226€
Chemielaborjungwerker/in 1035€ 1101€
Chemikant/in 1035€ 1101€ 1148€ 1221€
Chirurgiemechaniker/in 722€ 786€ 873€ 940€
Destillateur/in 711€ 765€ 847€
Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) - Drechseln 639€ 758€ 880€
Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) - Elfenbeinschnitzen 639€ 758€ 880€
Drogist/in 1001€ 1092€ 1216€
Edelmetallprüfer/in 1037€ 1102€ 1199€
Edelsteinfasser/in 1037€ 1102€ 1199€ 1264€
Edelsteinschleifer/in - Edelsteingravieren 1037€ 1102€ 1199€
Edelsteinschleifer/in - Edelsteinschleifen 1037€ 1102€ 1199€
Edelsteinschleifer/in - Industriediamantschleifen 1037€ 1102€ 1199€
Edelsteinschleifer/in - Schmuckdiamantschleifen 1037€ 1102€ 1199€
Elektroanlagenmonteur/in 1016€ 1066€ 1131€
Elektroniker/in - Automatisierungs- und Systemtechnik 775€ 840€ 911€ 982€
Elektroniker/in - Automatisierungstechnik 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Elektroniker/in - Betriebstechnik 914€ 970€ 1036€ 1094€
Elektroniker/in - Energie- und Gebäudetechnik 775€ 840€ 911€ 982€
Elektroniker/in - Gebäude- und Infrastruktursysteme 1018€ 1095€ 1181€ 1181€
Elektroniker/in - Gebäudesystemintegration 775€ 840€ 911€ 982€
Elektroniker/in - Geräte und Systeme 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Elektroniker/in - Informations- und Systemtechnik 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Elektroniker/in - Maschinen und Antriebstechnik (BBiG) 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Elektroniker/in - Maschinen und Antriebstechnik (HwO) 775€ 840€ 911€ 982€
Fachangestellte/r für Bäderbetriebe 945€ 1023€ 1108€
Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste - Archiv 948€ 1012€ 1072€
Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste - Bildagentur 962€ 1023€ 1082€
Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste - Info.u.Doku 962€ 1023€ 1082€
Fachangestellte/r für Medien- u. Info.Dienste - Med. Doku. 1037€ 1097€ 1145€
Fachinformatiker/in - Anwendungsentwicklung 914€ 970€ 1036€
Fachinformatiker/in - Daten- und Prozessanalyse 1016€ 1066€ 1131€
Fachinformatiker/in - Digitale Vernetzung 914€ 970€ 1036€
Fachinformatiker/in - Systemintegration 914€ 970€ 1036€
Fachkraft - Abwassertechnik 1052€ 1110€ 1156€
Fachkraft - Agrarservice 699€ 759€ 826€
Fachkraft - Fahrbetrieb 932€ 984€ 1050€
Fachkraft - Fruchtsafttechnik 881€ 979€ 1071€
Fachkraft - Gastgewerbe 822€ 926€
Fachkraft - Lagerlogistik 896€ 957€ 1040€
Fachkraft - Lebensmitteltechnik 861€ 975€ 1107€
Fachkraft - Möbel-, Küchen- und Umzugsservice 859€ 931€ 1033€
Fachkraft - Schutz und Sicherheit 812€ 870€ 947€
Fachkraft - Veranstaltungstechnik 839€ 923€ 1005€
Fachkraft - Wasserversorgungstechnik 1029€ 1090€ 1151€
Fachkraft für Metalltechnik - Konstruktionstechnik 899€ 954€
Fachkraft für Metalltechnik - Montagetechnik 1016€ 1066€
Fachkraft für Metalltechnik - Umform- und Drahttechnik 1016€ 1066€
Fachkraft für Metalltechnik - Zerspanungstechnik 1016€ 1066€
Fachlagerist/in 896€ 957€
Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk (Bäckerei) 793€ 877€ 1003€
Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk (Fleischerei) 860€ 956€ 1088€
Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk (Konditorei) 839€ 930€ 1055€
Fahrradmonteur/in 943€ 1012€
Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in 1016€ 1066€ 1131€
Fahrzeuglackierer/in 876€ 935€ 1046€
Feinoptiker/in 899€ 954€ 1028€ 1085€
Feinpolierer/in 1037€ 1102€ 1199€
Feinwerkmechaniker/in 722€ 786€ 873€ 940€
Fertigungsmechaniker/in 1016€ 1066€ 1131€
Figurenkeramformer/in 906€ 964€ 1027€
Fischwirt/in - Aquakultur und Binnenfischerei 699€ 759€ 826€
Fischwirt/in - Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei 741€ 827€ 931€
Flechtwerkgestalter/in 560€ 640€ 740€
Fleischer/in 776€ 873€ 1011€
Fluggerätelektroniker/in 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Fluggerätmechaniker/in - Fertigungstechnik 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Fluggerätmechaniker/in - Instandhaltungstechnik 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
Fluggerätmechaniker/in - Triebwerkstechnik 1016€ 1066€ 1131€ 1181€
» Übersicht mit allen Berufen

Wann steigt das Ausbildungsgehalt?

Lehrlinge erhalten ein geringeres Einkommen als Fachkräfte und Gesellen. Grund dafür ist, dass Auszubildende noch nicht als vollwertige Arbeitskraft eingesetzt werden können. Azubis beherrschen den Beruf noch nicht und können so häufig nicht zum wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe beitragen.

Mit jedem Ausbildungsjahr steigt das Wissen, Können und die Erfahrung des Auszubildenden, weshalb sich auch in der Regel die Ausbildungsvergütung jährlich erhöht. Die Ausbildungsvergütung passt sich also den Fertigkeiten an und der Azubi bekommt mehr Geld. Das Gehalt in der Berufsausbildung muss nach der Anzahl der Ausbildungsjahre gestaffelt sein.

Ausbildungsvergütung: Was bedeutet brutto und netto?

Brutto und netto sind Begriffe, die beim Thema Gehalt immer gemeinsam auftreten. Aber was ist denn jetzt eigentlich was? Was landet letztendlich beim Azubi auf dem Konto?

Der Begriff brutto leitet sich vom lateinischen Wort „brutus“ ab und steht für „gesamt“. Wird vom Bruttogehalt gesprochen, handelt es sich um das reine Gehalt, ohne Abzüge von den Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.

Das Nettogehalt ist die Summe, die tatsächlich auf dem Bankkonto des Arbeitnehmers landet: Der Arbeitgeber führt einen Teil des Gehalts ab, um Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Zu den Steuern zählen in der Regel Lohnsteuer und Kirchensteuer.

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um die direkte Einnahmequelle des Staates. Zu den Sozialabgaben zählen die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, die in bestimmten Situationen den Arbeitnehmer absichern und schützen.

Zusätzliche Zahlungen neben Ausbildungsvergütung

Neben der monatlichen Ausbildungsvergütung erhalten einige Azubis auch Sonderzahlungen. Viele Arbeitgeber zahlen ihren Angestellten Boni aus, dazu zählt zum Beispiel Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Außerdem besteht die Möglichkeit gemeinsam mit dem Arbeitgeber, Vermögenswirksame Leistungen zu beziehen. Der Staat fördert die Vermögensbildung von Arbeitnehmern, also auch die von Auszubildenden. Der Ausbildungsbetrieb muss die Beiträge in die vorgesehene Vermögensanlage abführen, dabei werden Beiträge entweder vollständig oder teilweise vom Arbeitgeber übernommen.

Besonders als junger Arbeitnehmer lohnt sich der Vermögensaufbau auf diese Art und Weise. Die vermögenswirksamen Leistungen können ebenfalls für die betriebliche Altersvorsorge genutzt werden.

Wann müssen Azubis Lohnsteuer zahlen?

Für Auszubildende ist die Lohnsteuer fällig, wenn diese den Freibetrag von derzeit 9.984 Euro überschreiten. Der Grundfreibetrag wird um 363 Euro auf 10.347 Euro rückwirkend ab dem 1. Januar 2022 steigen.

Es kann durchaus vorkommen, dass Azubis erst im Verlauf der Ausbildung steuerpflichtig werden. Wie hoch die Lohnsteuer ausfällt, wird durch die Lohnsteuerklasse bestimmt. Die Steuer wird direkt an das Finanzamt geleitet und das bereits vor Auszahlung der Ausbildungsvergütung.

Tarifverträge regeln Ausbildungsvergütung

Für viele Branchen gelten sogenannte Tarifverträge, das bedeutet, dass Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften tarifliche Regelungen festgelegt haben und dort unter anderem die Höhe der Ausbildungsvergütung definieren.

Ein Tarifvertrag ist also eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften der jeweiligen Verbände, in welchem für beide Seiten das Arbeitsverhältnis geregelt wird. Im besten Fall so, dass beide Seiten glücklich sind. Neben der Ausbildungsvergütung enthält ein Tarifvertrag auch den jeweiligen Urlaubsanspruch. Zählt ein Arbeitgeber zu einem entsprechenden Arbeitgeberverband, gilt der Tarifvertrag als Grundlage und muss eingehalten werden.

Azubi-Mindestlohn: gesetzliche Mindestausbildungsvergütung seit 2020

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung für Lehrlinge, welche durch das neue Berufsbildungsgesetz (BBiG) in Kraft getreten ist. Neben einer Mindestvergütung für Azubis zielt das Gesetz auch auf international vergleichbare Abschlussbezeichnungen sowie mehr Möglichkeiten, eine Berufsausbildung in Teilzeit zu absolvieren.


Mindestlohn Ausbildungsstart 2022

  1. Ausbildungsjahr 585 Euro
  2. Ausbildungsjahr 690 Euro
  3. Ausbildungsjahr 790 Euro
  4. Ausbildungsjahr 819 Euro
 

Der Azubi-Mindestlohn gilt in Betrieben ohne Tarifverträge für Auszubildende. Die betroffenen Arbeitgeber müssen ihren Auszubildenden also einen Mindestlohn zahlen. Durch die Mindestausbildungsvergütung soll garantiert werden, dass Azubis in der Regel nicht weniger als 550 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr verdienen. In den darauffolgenden Lehrjahren wird die Ausbildungsvergütung entsprechend angepasst.

Hat jeder Auszubildender Anspruch auf den Azubi-Mindestlohn?

Ausnahmen von der Mindestvergütung gelten, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen. Ab 2024 soll die Azubi-Mindestvergütung automatisch entsprechend der durchschnittlichen Entwicklung der vertraglich festgelegten Vergütung während der Ausbildung angeglichen werden.

Azubi-Mindestlohn: Für wen gilt der Mindestlohn?

Der Mindestlohn gilt für Azubis, die ab 2020 eine Ausbildung starten, welche im bundesweiten Berufsbildungsgesetz oder in der Handwerksordnung geregelt. Besonders für Auszubildende im Handwerk ist der Mindestlohn profitabel, denn dort verdienen Auszubildende oft weniger als 500 Euro im Monat.

Der Mindestlohn gilt nicht für alle Branchen und Berufe: Ausgenommen vom Azubi-Mindestlohn sind zum Beispiel sind die Auszubildenden zum Pflegefachmann. Dieser Beruf wird im Pflegeberufsgesetz geregelt. Das gilt auch für schulische Gesundheitsberufe wie Logopäde, Ergotherapeut und Physiotherapeut, da diese eigene Gesetze haben.

Förderungsmittel und finanzielle Unterstützung in der Ausbildung

Trotz Ausbildungsvergütung sind viele Auszubildende auf finanzielle Unterstützung durch ihre Eltern oder staatliche Förderungsmittel angewiesen. Auszubildende haben verschiedene Möglichkeiten finanzielle Unterstützung zu erhalten, je nach Förderungsmittel müssen unterschiedliche Bedingungen vorliegen. Für die Förderungen gibt es unterschiedliche Bedingungen und Kriterien, welche die Auszubildenden erfüllen müssen.

BAB: Berufsausbildungsbeihilfe

Ein Förderungsmittel ist die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), welche sowohl für betriebliche als auch außerbetriebliche Ausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen gilt.

Anspruch auf BAB haben Azubis, die anderweitige keine finanzielle Unterstützung erhalten und ohne ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können. Wie viel BAB ein Auszubildender bekommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Bedingungen für Berufsausbildungsbeihilfe

  • abgeschlossener und eingetragener Ausbildungsvertrag
  • erste Berufsausbildung
  • deutsche Staatsbürgerschaft
  • wohnhaft in eigener Wohnung und nicht bei den Eltern

Schüler-BAföG in der Ausbildung

Während der Ausbildung können Azubis unter bestimmten Voraussetzungen Schüler-BAföG beantragen und erhalten. Abhängig ist der Anspruch unter anderem von der Schulart des Auszubildenden und der Wohnsituation.

Kindergeld für Auszubildende unter 25 Jahre

Es besteht Anspruch auf Kindergeld, insofern der Auszubildende unter 25 Jahre ist und nicht mehr Zuhause wohnt. Eltern sind dazu verpflichtet, ihren Kindern das Kindergeld auszuzahlen, ansonsten kann bei der zuständigen Kindergeldstelle ein spezieller Antrag gestellt werden.


* Die hier gezeigten Angaben zur Ausbildungsvergütung dienen als Richtlinie für die Berufsorientierung. Alle Angaben ohne Gewähr. Es können keine Ansprüche aus den Angaben abgeleitet werden. Dein Verdienst in der Ausbildung regelt der Ausbildungsvertrag.