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E-Mail-Bewerbung: 8 Tipps und Beispiele für deine Ausbildungsbewerbung

Lillia Seifert am 30.08.2021
ca. 1493 Worte
ungefähre Lesezeit 5 Minuten 25 Sekunden
E-Mail-Bewerbung: 8 Tipps und Beispiele für deine Ausbildungsbewerbung
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Inhalt:
  1. Bewerbung abschicken: Welche Möglichkeiten gibt es?
  2. E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung?
  3. E-Mail-Bewerbung: Was ist das genau?
  4. E-Mail-Bewerbung: 8 Tipps für deine elektronische Ausbildungsbewerbung
    1. Tipp 1: Erstelle eine einzige PDF-Datei
    2. Tipp 2: Achte auf einen seriösen Absender der E-Mail-Bewerbung
    3. Tipp 3: Wähle den richtigen Empfänger der E-Mail-Bewerbung
    4. Tipp 4: Formuliere einen passenden Betreff der E-Mail-Bewerbung
    5. Tipp 5: Wähle eine richtige Ansprache in der E-Mail-Bewerbung
    6. Tipp 6: Setze eine Signatur in den Schlussteil der E-Mail-Bewerbung
    7. Tipp 7: Achte auf die Größe der E-Mail-Bewerbung
    8. Tipp 8: Überprüfe deine E-Mail-Bewerbung

Die E-Mail-Bewerbung ist inzwischen die meist genutzte Form der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, Job oder ein Praktikum. Wenn du dich per E-Mail um eine Lehrstelle bewirbst, sparst du dir eine teure Bewerbungsmappe, den langsameren Postversand und erhältst zudem meist deutlich schneller eine Rückmeldung. Die elektronische Variante der Bewerbung birgt jedoch auch einige Tücken. Daher geben wir dir acht einfache und hilfreiche Tipps, die dir beim Erstellen deiner E-Mail-Bewerbung samt Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen helfen, sodass du sie noch heute abschicken kannst.

Bewerbung abschicken: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn du dich auf einen Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder einen Job bewirbst, geht dies längst nicht mehr nur über den Postweg. Grundsätzlich gibt es natürlich noch die Möglichkeit, eine Bewerbung mit der Post zu versenden oder sie persönlich beim Betrieb einzureichen. Insbesondere große Firmen wünschen sich seit einigen Jahren allerdings, dass potenzielle Kandidaten für eine Stelle sich über eine Online-Bewerbung oder eine E-Mail-Bewerbung vorstellen. Grund dafür ist zum einen die Kosten- und Aufwandsersparnis für Unternehmen sowie die Nachhaltigkeit der elektronischen bzw. digitalen Alternativen.

E-Mail-Bewerbung oder Online-Bewerbung?

Die E-Mail-Bewerbung hat nichts mit einer Online-Bewerbung zu tun, obwohl beide auf digitalem Weg über das Internet versendet werden. Die Online-Bewerbung wird jedoch nicht per E-Mail verschickt, sondern der Bewerber muss hier meist auf der Unternehmenswebseite des Arbeitgebers einzelne Formularfelder ausfüllen und eventuell zusätzlich PDF-Dokumente wie den Lebenslauf oder Zeugnisse hochladen.

E-Mail-Bewerbung: Was ist das genau?

Das Versenden einer Bewerbung per E-Mail ist heute der am häufigsten genutzte Bewerbungsweg, knapp gefolgt von Onlineformularen. Grundsätzlich gleicht die E-Mail-Bewerbung einer klassischen postalischen Bewerbung, da sie ebenso aus einem Anschreiben, Lebenslauf und eventuellen Anlagen besteht. Allerdings wird sie in Form eines zusammengefügten PDF-Dokumentes elektronisch versendet.

Vorteile einer Bewerbung per E-Mail:

  • Deine Bewerbung ist per E-Mail schneller beim Empfänger als bei postalischem Versand oder persönlichem Einwurf im Ausbildungsbetrieb.
  • Du hast die Möglichkeit, mehrere Bewerbungen in deutlich kürzerer Zeit abzuschicken.
  • Der Versand deiner Bewerbungsunterlagen per E-Mail stellt die umweltbewusste Variante im Vergleich zur postalischen Form dar.
  • Das Unternehmen hat die Chance, deine Bewerbungsunterlagen für einen späteren Zeitpunkt zu speichern und innerhalb der Abteilung zu versenden.

E-Mail-Bewerbung: 8 Tipps für deine elektronische Ausbildungsbewerbung

Wenn du dich auf einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest, dann musst du wie für einen normalen Job oder ein Praktikum eine offizielle Bewerbung einreichen. Die am häufigsten genutzte Bewerbungsform ist der Versand einer PDF-Datei per E-Mail. Als Neuling in der Berufswelt gibt es einige Tücken, die du unbedingt kennen solltest, um mit deiner E-Mail-Bewerbung keine Fehler zu machen, sondern einen positiven und bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Wenn du die folgenden acht Tipps für deine elektronische Ausbildungsbewerbung beherzigst, wird die Personalabteilung sich ganz sicher auf deine gelungene Bewerbung per E-Mail zurückmelden.

Tipp 1: Erstelle eine einzige PDF-Datei

Im ersten Schritt deiner E-Mail-Bewerbung musst du ein ganz normales Anschreiben und einen Lebenslauf erstellen. Wie du das genau machst, erfährst du auch hier in unserem Ratgeber in einem jeweiligen Artikel. Wichtig ist, dass du beide Dokumente am Computer oder Laptop (digital) schreibst. Im Internet gibt es einige Tools und Editoren, die dir beim Erstellen deines Bewerbungsschreibens und CVs (lateinischer Begriff für Lebenslauf) helfen. Die Vorlagen erleichtern dir insbesondere das Anfertigen eines tabellarischen Lebenslaufes.

Sobald du die beiden wichtigsten Schriftstücke deiner Bewerbungsunterlagen fertig hast, fügst du die PDF-Dokuemte mit deinem Abschlusszeugnis, falls du bereits deinen Schulabschluss in der Tasche hast, über einen PDF-Konverter in eine einzige Datei zusammen und benennst sie zum Beispiel mit deinem vollständigen Namen und dem Wort „Bewerbung“. So kann der Personaler deine Unterlagen direkt abspeichern und zuordnen.

Beispiel für einen Dateinamen von Bewerbungsunterlagen:
Bewerbung_Eva_Mustermann  

Tipp 2: Achte auf einen seriösen Absender der E-Mail-Bewerbung

Nachdem du nun eine PDF-Datei mit deiner vollständigen Bewerbung vorliegen hast, kannst du das Absenden deiner E-Mail vorbereiten. Achten in jedem Fall darauf, dass du deine Ausbildungsbewerbung über eine E-Mail-Adresse versendest, die seriös ist und im Idealfall deinen Vor- und Nachnamen enthält. Üblicherweise landen E-Mails von Adressen wie schnucki1983@gmx.de oder Mickeymaus@web.de unverzüglich im Papierkorb.

Beispiel für eine E-Mail-Adresse für Bewerbungen:
eva.mustermann@mail.de (gut)
eva@mustermann.de (sehr gut)

Tipp 3: Wähle den richtigen Empfänger der E-Mail-Bewerbung

Mindestens genauso wichtig wie eine seriöse Absenderadresse ist die Wahl des richtigen Empfängers deiner E-Mail-Bewerbung. Im besten Fall findest du auf der Webseite des Unternehmens, in dem du dich auf einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest, eine gesonderte E-Mail-Adresse für Bewerbungen. Sende deine Unterlagen auf keinen Fall an eine allgemeine Adresse zur Kontaktaufnahme oder für Fragen von Kunden. So läufst du Gefahr, dass deine Bewerbung gar nicht ankommt oder in der Masse von Anfragen untergeht.

Sollte der Ausbildungsbetrieb keine spezielle E-Mail-Adresse für Bewerbungen haben, findest du mit Sicherheit in der Stellenanzeige eine E-Mail-Adresse des Ansprechpartners. Falls nicht, lohnt sich ein Anruf im Unternehmen, in dem du nett und höflich nachfragst, an welche E-Mail-Adresse du eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz senden darfst.

Tipp 4: Formuliere einen passenden Betreff der E-Mail-Bewerbung

Das Erste, was du nach dem Empfänger in die E-Mail-Vorlage einträgst, ist ein aussagekräftiger Betreff. Der Personaler oder Ausbilder sollte auf Anhieb erkennen, worum es sich in deiner E-Mail handelt und auf welche ausgeschriebene Stelle du dich bewirbst. Somit ist der Betreff in etwa mit dem Titel eines Buches oder der Überschrift eines Textes zu vergleichen und entscheidet letztendlich darüber, ob der Empfänger weiterliest oder nicht.

Beispiel für einen Betreff für E-Mail-Bewerbungen:
Bewerbung um eine Ausbildung als Bankkaufmann
Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Mechatronikerin

Tipp 5: Wähle eine richtige Ansprache in der E-Mail-Bewerbung

Nun geht es um den Text für deine E-Mail-Bewerbung. Ebenso wie im Anschreiben sprichst du den Personaler oder Ausbilder direkt sowie förmlich an und verzichtest nach Möglichkeit auf eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“. An wen du deine Bewerbung richtest, erfährst du wie bereits erwähnt, meist in der Stellenanzeige zum Ausbildungsplatz oder Job.

Anschließend formulierst du ein paar kurze Sätze, in denen du darauf hinweist, dass sich im Anhang deine vollständigen Bewerbungsunterlagen befinden und du bei eventuellen Rückfragen gern zur Verfügung stehst. Den Text deiner E-Mail schließt du mit einer Abschiedsgrußformel und deinem Vor- und Nachnamen ab.

Beispiel für eine Ansprache in E-Mail-Bewerbungen:
Sehr geehrter Herr Mustermann/ Sehr geehrte Frau Musterfrau,
im Anhang dieser E-Mail finden Sie meine vollständigen Bewerbungsunterlagen um die Ausbildung als Bankkaufmann in der Musterfirma GmbH.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Ich freue mich über die Möglichkeit, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und von zu überzeugen.
Mit freundlichem Gruß
Eva Mustermann

Tipp 6: Setze eine Signatur in den Schlussteil der E-Mail-Bewerbung

Mit einer Grußformel an den Empfänger hast du einen soliden Schlussteil geschaffen. Wenn du bereits eine E-Mail-Signatur besitzt, kannst du diese anfügen, denn das wirkt professionell und seriös. Du kannst dir eine derartige Signatur bei den meisten E-Mail-Providern auch ganz einfach selbst erstellen. In der Signatur sind folgende Inhalte üblich:

  • Vorname und Nachname
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Website (optional)
  • E-Mail-Adresse
  • Links zu sozialen Netzwerken (optional)

Tipp 7: Achte auf die Größe der E-Mail-Bewerbung

Nun hast du es fast geschafft! Sobald du einen aussagekräftigen Betreff formuliert, den richtigen Empfänger eingetragen und eine förmliche Ansprache geschrieben hast, musst du nur noch deine PDF-Datei mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen usw. in den Anhang der E-Mail einfügen. Beachte dabei, dass die Gesamtgröße deiner E-Mail inklusive PDF-Datei nicht mehr als 2 oder 3 Megabyte groß ist. Die meisten Unternehmen schreiben eine maximale Größe von 5 MB vor. Wenn deine E-Mail zu groß ist, besteht die Gefahr, dass Sie gar nicht ankommt oder aussortiert wird.

Tipp 8: Überprüfe deine E-Mail-Bewerbung

Im letzten Schritt solltest du alles noch einmal überprüfen. Insbesondere bei Bewerbungen per E-Mail besteht die Gefahr, dass sich in der Anrede Tippfehler einschleichen, du den falschen Anhang auswählst oder ganz vergisst, diesen anzuhängen. Stelle dir zur Sicherheit die folgenden Fragen, um deinen ersten Eindruck beim potenziellen Ausbildungsbetrieb nicht zu gefährden:

  • Habe ich den Anhang vollständig und korrekt angehängt?
  • Enthält die PDF-Datei alle geforderten Dokumente (Zeugnisse, Nachweise usw.)?
  • Ist die Reihenfolge der Dokumente im PDF korrekt (Anschreiben vor dem Lebenslauf)?
  • Habe ich die richtige E-Mail-Adresse des Ansprechpartners eingegeben?
  • Sind Rechtschreibung und Grammatik in meiner Anrede fehlerfrei?

Bevor du deine E-Mail nun abschickst, kannst du sie zunächst an einen Freund oder deine Eltern versenden. Diese können dann überprüfen, ob der Anhang richtig ist und sich öffnen lässt. Außerdem sehen sie eventuelle Tippfehler in der Anrede und können dich darauf aufmerksam machen. Wenn in der Generalprobe alles gut gelaufen ist, steht deiner ersten E-Mail-Bewerbung um einen Ausbildungsplatz nichts mehr im Weg.

Anschließend musst du auf eine Rückmeldung warten. Häufig verschicken Unternehmen eine Eingangsbestätigung, so weißt du, dass deine E-Mail beim Empfänger angekommen ist. Dennoch musst du letztendlich auf eine persönliche Antwort warten. Überprüfe täglich dein E-Mail-Postfach und den Spam-Ordner, um deine Einladung zum Vorstellungsgespräch oder Einstellungstest nicht zu verpassen. Zum Bewerbungsgespräch kannst du deine gesamten Bewerbungsunterlagen in ausgedruckter Form mitbringen.

Mit unserer Anleitung, den hilfreichen Tipps und Muster-Beispielen bist du perfekt darauf vorbereitet, deine erste E-Mail-Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zu erstellen. Wenn du unsere Checkliste zum Abschluss noch einmal durchgegangen bist, kannst du dir sicher sein, dass sich der Personaler oder Ausbilder auf deine gelungene Bewerbung zurückmeldet. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der E-Mail-Bewerbung um deinen Traum-Ausbildungsplatz!