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Tipps für dein Bewerbungsgespräch

Tipps für dein Bewerbungsgespräch
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Tanja Tänzer am 05.02.2018

Die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ist in den meisten Fällen ein erster und vor allem wichtiger Erfolg auf dem Weg zum Ausbildungsplatz. Hier hat man die Möglichkeit selbst vorstellig zu werden, die entscheidenden Personen von den Qualitäten zu überzeugen und sich so vielleicht die Ausbildung zu sichern. Gerade dieses persönliche Gespräch macht die Bewerber in der Regel am meisten nervös. Sie fürchten sich vor den Ungewissheiten, die mit dem Bewerbungsgespräch verbunden sein könnten und davor, dass sie nicht den richtigen Eindruck machen. Mit den richtigen Tipps für das Gespräch kannst aber auch Du deinen Erfolg beinahe garantieren.

Das Bewerbungsgespräch - darauf musst Du achten

Auch beim Bewerbungsgespräch gilt natürlich, dass es nichts bringen wird, wenn man sich bereits vorher geschlagen gibt. Ganz im Gegenteil: Offenbar haben die eigenen Dokumente ein Unternehmen davon überzeugt, dass man die richtige Person sein könnte, die in die Firma passt und die man in der Zukunft ausbilden möchte. Alleine dieser Umstand sollte eine große Portion der nervösen Gedanken von deinen Schultern nehmen. Nun ist es allerdings wichtig, dass du dich richtig auf das Gespräch vorbereitest. Dazu gehört nicht nur die richtige Garderobe. Auch das Wissen um das Unternehmen, ein Einblick in die wichtigsten Fragen und Antworten und ein generell sicheres Auftreten sind die wichtigsten Schlüssel für den Erfolg.

Eine gute Vorbereitung nimmt nicht nur die Unsicherheit vor dem Gespräch, sie kann auch auf Situationen vorbereiten, in die die Personalchefs ihre Bewerber gerne bringen. Spontanität und die Reaktion auf ungewohnte Situationen spielt heute eine wichtige Rolle und entsprechend können sich die Abläufe typischer Bewerbungsgespräche gerade bei den Start-Ups und Agenturen verändert haben. Für die Unternehmen geht es schließlich nicht nur um die Frage, wie gut - in fachlicher und sozialer Hinsicht - ein Bewerber ist, sondern auch, ob er sich einfach in das Unternehmen einfügen würde.

Zu der Vorbereitung sollte dabei nicht nur gehören, dass man sich mit dem Unternehmen, der eigenen Position und den nötigen Qualifikationen beschäftigt. Unternehmer bemerken relativ schnell, ob jemand anhand einer Anleitung aus dem Internet die Dinge auswendig gelernt hat, die Personen im Bewerbungsgespräch hören möchten. Auch das generelle Auftreten sollte geübt werden, wenn man ansonsten keine Sicherheit für das Gespräch verspürt. Nutzt man diese Taktiken, werden viele kleine und große Probleme bei einem Bewerbungsgespräch kleiner.

Das persönliche Gespräch - die Bedeutung von non-verbaler Kommunikation

Auch wenn sich die meisten Bewerber vor dem Gespräch vor allem Gedanken darüber machen, was sie sagen, geht es doch in Wirklichkeit auch darum, was sie repräsentieren. Die ständigen Fragen nach der richtigen Kleidung für das Gespräch und die ominösen Gesten rund um den Händedruck sind nicht grundlos entstanden. Non-verbale Kommunikation spielt in allen Bereichen von Unternehmen inzwischen eine bedeutende Rolle. Somit natürlich auch im Bewerbungsgespräch. Hier sind einige Tipps, auf die man achten kann, wenn man sich in diesem Bereich nicht über das eigene Auftreten sicher ist:

  • Lächeln: Ein einnehmendes Lächeln kann in einem Gespräch die entscheidenden letzten Prozente geben. Es vermittelt Selbstbewusstsein und Offenheit gegenüber dem Gesprächspartner.
  • Händedruck: Bei einem normalen Händedruck geht es tatsächlich einfach nur um eine Begrüßung. Er sollte weder zu fest noch zu fordernd noch zu lang sein. Ein wenig Übung kann hier nicht schaden.
  • Finger: Ohne es zu bemerken, neigt man besonders in nervösen Situationen dazu, dass man mit den Händen im Gesicht spielt. Das sollte vermieden werden.

Das sind drei klassische Beispiele für kleine und große Fehler, die im non-verbalen Bereich gemacht werden können. Es kann durchaus sinnvoll sein, wenn man vorher ein wenig vor dem Spiegel, mit Freunden oder der Familie übt, um diese verschiedenen Dinge eher in den Griff zu bekommen.

Die Frage- und Antwort-Runde im Gespräch

Besonders beliebt - und bei den Bewerbern gefürchtet - ist eine ausführliche Runde an Fragen und Antworten, die sich sowohl auf den Bewerber selbst, seine Unterlagen, seine Qualifikationen und sein Wissen rund um das Unternehmen beziehen. Aber auch hier ist Vorbereitung der Schlüssel dafür, dass man sich nicht zu viele Sorgen um die Kreativität der Verantwortlichen machen muss. Die folgenden Tipps können außerdem dabei helfen, dass man diesen wichtigen Bereich der Bewerbungsphase ohne größere Konsequenzen überstehen kann:

  • Wissen: Mit Wissen zu punkten ist wohl eine der einfachsten Formen, die Gesprächspartner zu beeindrucken. Man muss nicht jedes Detail des Unternehmens auswendig kennen. Die wichtigsten Eckdaten und aktuelle Informationen sollten aber im Gedächtnis vorhanden sein.
  • Struktur: Wie genau soll die eigene Position im Unternehmen aussehen und wieso ist man ein wichtiger Mitarbeiter? Du solltest dir Gedanken über deine Rolle in der Firma machen und diese präsentieren können.
  • Lebenslauf: Oft sind Lücken im Lebenslauf oder kritische Teile der Bewerbung ein Thema. Diese sollten einfach zu erklären sein - Unsicherheiten oder nicht vorhandene Erklärungen sind immer schlecht.

Auch hier gilt also, dass eine gute Vorbereitung am Ende darüber entscheiden kann, wie gut der Eindruck ist, den man liefern kann. Besonders im persönlichen Gespräch entscheidet sich in der Regel, wie gut ein Bewerber in das Unternehmen passen kann.

Die Checkliste für die Vorbereitung zum Bewerbungsgespräch

Am Ende geht es vor allem darum, dass man eine möglichst hohe Sicherheit hat, wenn man sich den zuständigen Personen im Unternehmen präsentiert. Die folgende Checkliste sollte dir helfen, dass Du weitaus einfacher durch das Gespräch kommst und eine hohe Chance auf einen Erfolg hast:

  • Vorbereitung: Bereite dich auf die inhaltlichen Fragen vor und übe das Gespräch in vertrauter Umgebung.
  • Non-Verbal: Arbeite an deinen Fähigkeiten der non-verbalen Kommunikation und überzeuge so.
  • Übung: Übe das Gespräch vor dem Spiegel und verschaffe dir auf diese Weise Sicherheit für die Realität.
  • Unternehmen: Informiere dich über das Unternehmen und sei bereit Fragen dazu zu beantworten.
  • Ziele: Definiere klar, was deine Ziele im Unternehmen sind und wie du helfen kannst die Firma an einen noch besseren Punkt zu bringen.
  • Rolle: Überlege, was deine Rolle in der Firma sein soll und wie du diese am besten verkaufen kannst.

Mit dieser Checkliste solltest du auf der sicheren Seite sein und hast gute Chancen darauf, dass du nach dem Gespräch eine Chance in der neuen Firma erhalten wirst.