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Personal Branding: So klappt es mit dem Selbstmarketing

Personal Branding: So klappt es mit dem Selbstmarketing
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Anastasia Johlen am 12.02.2019

Selbstvermarktung spielt nicht nur im privaten Sozialleben eine Rolle, sondern auch in der Arbeitswelt. Doch leider nutzen nicht viele Arbeitnehmer die Vorteile des Personal Brandings. Ganz nach dem Motto „Eigenlob stinkt“ hält sich die Mehrheit der Arbeitnehmer zurück. Nicht selten ist das ein gelungenes Eigentor. Vielen Menschen fällt es schwer, positiv über sich selbst zu sprechen, sich selbst in das beste Licht zu rücken. Mit diesen Tipps wird sich das ändern: In Zukunft wirst du das richtige Gespür für die erfolgreiche Selbstvermarktung haben. Starte jetzt mit deinem Personal Branding!

Personal Branding: Darum ist Selbstmarketing so wichtig

Die Selbstvermarktung sollte zum ständigen Begleiter auf deinem beruflichen Werdegang werden. Auch wenn es für dich zu Beginn ungewohnt ist, dich als Person, quasi zu verkaufen. Fang langsam an und arbeite dich hin zu einem guten Personal Branding. In den Köpfen vieler Arbeitnehmer, und besonders bei Frauen, herrscht noch die Einstellung: Entdeckt werden, statt Eigeninitiativ ergreifen. 

Doch genau diese Annahme ist falsch: Nimm deine berufliche Karriere selbst in die Hand und mach dich in deinem Unternehmen unentbehrlich oder bei anderen Firmen bekannt.

Lass dich nicht von deiner Selbstvermarktung abbringen, lass dich nicht verunsichern und kreiere eine Eigenmarke für eine erfolgreiche Karriere.Selbstmarketing macht dich beruflich erfolgreich, denn nicht nur deine Leistungen und Kompetenz ermöglichen dir Erfolg in der Arbeitswelt, vielmehr dein Image und deine Bekanntheit. Du musst dich für potenzielle Arbeitgeber, Kollegen und Kunden sichtbar machen, und das funktioniert am besten über eine aussagekräftige Selbstvermarktung. 

Personal Branding in der modernen Berufswelt

Dieser Prozess wird auch als Personal Branding bezeichnet, hierbei fokussierst du dich auf deine Fähigkeiten und Stärken. Möchtest du andere von dir überzeugen, solltest du zunächst selbst von dir überzeugt sein. Personal Branding gilt in der modernen Arbeitswelt als ein Muss, besonders für Führungskräfte, Wissenschaftler und Freiberufler, aber auch für Mitarbeiter im Unternehmen.

Vorteile eines guten Selbstmarketings

  • Du zeigst Selbstbewusstsein und Zielsicherheit
  • Du entwickelst dich weiter, verlierst dennoch dein Ziel nicht aus den Augen
  • Dein berufliches Profil wird durch gutes Personal Branding klar definiert
  • Du bist selbst für deinen Ruf und deine Beliebtheit verantwortlich

Selbstmarketing und Personal Branding im Job

Im Beruf heißt es subtil vorgehen, dennoch effektiv. Selbstmarketing hat nichts mit Angeberei zu tun, vielmehr musst du dich für Erfolg gut verkaufen können. Sorg dafür, dass dich die Chefetage wahrnimmt: Im Vordergrund steht, dass du andere Mitarbeiter und vorzugsweise deinen Vorgesetzten auf dich aufmerksam machst. Dieser sollte mitbekommen, welche Leistungen du erbringst und wie groß dein Anteil am wirtschaftliche Erfolg der Abteilung oder des Unternehmens ist. Wann bietet sich die passende Gelegenheit? Ganz einfach: Schaff dir diese Gelegenheit einfach selbst. 

Tipp 1: Benenne deine Ziele

Bereits während eines Bewerbungsgesprächs kann dir diese Frage begegnen. Was sind deine beruflichen Ziele und wo siehst du dich nach deiner Ausbildung oder in fünf Jahren? Was kannst du vielleicht besser als andere? Bist du dir deiner Stärken und Talente bewusst? Was macht dich glücklich?

Es ist wichtig, dass du deine Ziele und beruflichen Wünsche definieren kannst. Und du solltest diese auch benennen. In dem, was du am besten kannst, steckt dein tatsächliches Potenzial für deine berufliche Entwicklung und Karriere. Hebe dich mit deiner Einzigartigkeit von der Masse ab, überzeuge deinen Ausbildungsbetrieb und benenne deine Ziele und Wünsche. Wünschst du dir die Übernahme nach deiner Ausbildung? Dann lass es nicht nur ein Traum sein, sondern setze es in die Wirklichkeit um. 

Tipp 2: Selbstmarketing ist alles andere als Angeberei

Führ dir besonders zu Beginn immer wieder vor Augen, dass es bei Personal Branding weder um Angeberei noch um Überheblichkeit geht. Vielmehr bewirbst du dich selbst, als Arbeitnehmer und wichtiger Bestandteil des Unternehmens. Du führst der Arbeitswelt deine beruflichen Vorzüge vor Augen und möchtest dich gut verkaufen. Ist es Angeberei, wenn ein Bäcker seine Backwaren bewirbt? Oder scheint es überheblich wenn ein Teehändler für neue Geschmacksrichtungen wirkt? Nein, eher nicht. Also, hab keine Angst und beginn mit einer selbstbewussten und ehrlichen Selbstvermarktung.

Tipp 3: Hilf anderen Kollegen

Wenn du bemerkst, dass deine Kollegen vor einem Problem stehen, biete ihnen deine Hilfe an. Stehst du häufig hinter deinen Kollegen und arbeitest mit ihnen zusammen, läuft es sicherlich auf einen positiven Nebeneffekt hinaus: Deine Kollegen erwähnen deine Hilfsbereitschaft und sprechen positiv über dich. Wenn es eine Sache gibt, die noch besser wirkt als Selbstmarketing, dann ist es Mundpropaganda.

Tipp 4: Kommuniziere klar und melde dich zu Worte

Verabschiede dich von übertriebener Bescheidenheit und Zurückhaltung. Setz deine beruflichen Ziele um, indem du diese klar formulierst und auch ansprichst. Am Anfang kannst du versuchen über deine Wünsche, Ziele und Talente in einem gewohnten und vertrauten Umfeld zu sprechen. So kannst du Schritt für Schritt üben, dich geschickt zu präsentieren. 

Tipp 5: Sei aktiver Teil des Ganzen

Wenn du dich während Meetings oder Besprechungen überwiegend hinter deinem Vordermann versteckst und nicht zu Wort kommst, ist das eher kein gutes Selbstmarketing. Sicherlich, du musst nicht ständig und durchgehend den ganzen Betrieb unterhalten, trotzdem sind qualitative Wortbeiträge in einigen Branchen von erheblicher Bedeutung. Nicht nur Leistung und Taten sind wichtig, sondern auch deine Ideen und Innovationskraft

Wirf die Rolle des stummen Zuhörers über Bord und beteilige dich an Meetings und Teamwork-Projekten mit frischen Ideen. So bleibst du bei den Kollegen und Teamleitern im Kopf. Das stille Mäuschen aus der Nachbarschaft hat eher eine geringe Chance, in positiver Erinnerung beim Vorgesetzten zu bleiben.

Tipp 6: Sei authentisch und selbstbewusst

Für ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten solltest du dich nicht verstellen. Zeig deine Persönlichkeit und verdreh dich bloß nicht. Auch wenn du es nicht glauben möchtest, selbst deine Schwächen können in bestimmten Situationen zu deinem Vorteil genutzt werden. 

Tipp 7: Wähle dein Netzwerk bewusst 

Vielleicht hast du bereits davon gehört, wie wichtig ein Netzwerk in der Arbeitswelt ist. Deshalb beginne so früh wie möglich, ein nützliches Netzwerk aufzubauen. Stell dein Know-how zur Verfügung, nutze die Möglichkeit dich zu präsentieren, etwa auf Firmenevents, Online-Plattform oder Netzwerk-Treffen. 

Ja, Tatsache: Mittlerweile gibt es Treffen für bestimmte Branchen und Berufsfelder, auf welchen sich Gleichgesinnte und potenzielle Partner/Arbeitgeber/Kollegen austauschen können. Diese Gelegenheit solltest du nutzen, um eine gewisse Bekanntheit zu erhalten. 

Tipp 8: Finde die passende Plattform

Ob du dich aktiv in deinem Unternehmen vermarktest oder über den Tellerrand hinaus blickst, bleibt dir überlassen. So kann dir ein geeigneter Internetauftritt helfen, etwa auf der eigenen Internetseite oder auf speziellen Karriere- und Jobplattformen. Stell dir die Frage, wo du die Menschen findest, die du von dir überzeugen möchtest.

Können dir eventuell soziale Netzwerke helfen? Möchtest du mit dir als Eigenmarke Personaler ansprechen und einen neuen Job finden? Oder reduzierst du das Selbstmarketing auf deinen aktuellen Arbeitgeber, um dort weiter aufzusteigen?