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Journaling: Zufriedener und glücklicher durchs Leben

am 21.11.2019
ca. 1134 Worte
ungefähre Lesezeit 4 Minuten 7 Sekunden
Journaling: Zufriedener und glücklicher durchs Leben
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Inhalt:
  1. Was ist Journaling und wozu ist es gut?
  2. Wie viel Zeit nimmt ein Erfolgstagebuch in Anspruch?
  3. Wie funktioniert Journaling?
  4. Wie fängst du mit dem Journaling an?
    1. Journaling am Morgen
    2. Journaling am Abend
    3. Dankbarkeit im Erfolgstagebuch
    4. Wünsche im Erfolgstagebuch
    5. Positivtät im Erfolgstagebuch
    6. Reflexion von Erlebtem im Journaling
    7. Verbesserungen und Selbstreflexion im Journaling
  5. Was bringt das Journaling?


Tagebuch schreiben? Im Zeitalter der Digitalisierung hört sich das eher an wie ein Relikt aus der Vergangenheit. Dabei können nur wenige Minuten handschriftliches Aufschreiben von Ideen, Zielen und positiven Affirmationen zu mehr Zufriedenheit beitragen. Die moderne Form des Tagebuchschreibens heißt Journaling und ist äußerst vielversprechend. Es kostet anfangs vielleicht ein wenig Überwindung, mal wieder Zettel und Stift in die Hand zu nehmen und nur für sich selbst etwas zu schreiben. Aber du kannst davon wirklich profitieren. Es macht Spaß und ist ganz simpel.

Was ist Journaling und wozu ist es gut?

Journaling ist das Schreiben deines ganz persönlichen Erfolgstagebuchs. Es ist eine Technik des reflexiven Schreibens. Seinen Ursprung hat es in der positiven Psychologie. Es geht darum, durch das Aufschreiben von positiven Dingen, seine Sicht auf sich selbst und das Leben zu verbessern. Dies führt langfristig zu mehr Akzeptanz, Gelassenheit und Dankbarkeit und somit auch zu mehr Erfolg. Durch das tägliche Journaling, das handschriftliche Formulieren von Ideen, Zielen und Erfolgserlebnissen richten Sie Ihren Fokus auf Ihre Stärken. Zusammen mit Selbstreflexion hilft dies beim Weiterentwickeln Ihrer persönlichen Ziele.

Wie viel Zeit nimmt ein Erfolgstagebuch in Anspruch?

Keine Angst, für ein Erfolgstagebuch musst du nicht deinen ganzen Alltag auf den Kopf stellen! Es reichen dafür schon wenige Minuten am Tag. Du meinst, du hast dafür keine Zeit? Ach komm, fünf Minuten hat jeder am Tag, oder? Besonders die Tatsache, dass sich viele sehr erfolgreiche Menschen das Journaling  zunutze machen und es in ihren Alltag integrieren, zeigt, dass es sehr effektiv sein kann. Probiere es doch einfach mal aus. Schon nach wenigen Wochen wirst du wohl erste positive Ergebnisse bemerken.

Wie funktioniert Journaling?

Es geht nicht darum, mit Schönschrift Erlebnisse aufzuschreiben. Wobei ein schön ausgewähltes Buch mit einem schicken Einband und ein hochwertiger Füllfederhalter hilfreiche Tools sind. Ein Collegeblock und ein normaler Kugelschreiber erfüllen jedoch auch ihren Zweck und das Gute daran: Die Hemmschwelle, etwas ganz Bedeutungsvolles schreiben zu müssen ist dabei nicht so hoch. Was zählt ist das Schreiben an sich. Beim Journaling legst du den Fokus wirklich einmal nur auf positive Dinge. Und auch falls mal nichts in deinem Leben läuft wie du es willst: Schreibe doch einfach auf, wie du es gerne hätten. Das kann deine Laune gleich etwas anheben. Wenn du dabei noch ein leichtes Lächeln auf den Lippen hast, wird das den positiven Effekt noch verstärken.

Wie fängst du mit dem Journaling an?

Am Besten nimmst du dir für dein Tagebuch eine feste Zeit, zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen. Selbst mit einem vollgepackten Terminkalender kann das klappen. Dafür reicht es schon, den Wecker morgens ein paar Minuten früher zu stellen. Wenn alle anderen noch Schlafen, gehört dir diese Zeit ganz allein. Genieße es!

Das regelmäßige Üben und Trainieren deiner  Schreibpraxis ist wichtig, um erste Ergebnisse zu erzielen. Falls du es jedoch mal vergisst oder keine Zeit dafür findest, sei nicht so streng mit dir und machen einfach am nächsten Tag damit weiter. Es spricht auch nichts dagegen, das Schreiben abends nachzuholen. Kleine, stichpunktartige Notizen reichen beim Journaling übrigens völlig aus. Fang am besten erst klein an. So wirst du wahtrscheinlich eher einen Effekt deines Erfolgstagebuchs merken, als wenn du angestrengt und verbissen an deiner Selbstoptimierung arbeitest.

Themen für dein Erfolgstagebuch

Echte Journaling-Profis nehmen sich sowohl morgens als auch abends einige Minuten Zeit für die Selbstreflexion. Dabei kannst du folgende Themen aufgreifen und dir kurz ein paar Gedanken dazu notieren:

Journaling am Morgen

  • Dankbarkeit ausdrücken
  • Wünsche und Ziele für diesen Tag formulieren
  • Positive Affirmationen entwickeln

Journaling am Abend

  • Rückblick auf die positiven Dinge des Tages
  • Ideen für Veränderungen

Dankbarkeit im Erfolgstagebuch

Machen Sie sich bei den aufgeführten Themen auf jeden Fall bewusst, dass es auf die kleinen Dinge ankommt. Selbst wenn Sie zur Zeit viel um die Ohren haben und Ihnen gerade wenig einfällt, für das Sie dankbar sind, könnten Sie beispielsweise notieren, dass Sie für das Bett in dem sie heute geschlafen haben, oder den Cappuccino, den sie gerade trinken dankbar sind, oder? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und Sie werden merken, dass die Liste immer länger wird! Auch wenn Ihnen diese Übung vielleicht anfangs banal vorkommen mag, sie trainiert Ihre positive Sicht auf Ihr Leben und genau darum geht es beim Journaling.

Wünsche im Erfolgstagebuch

Bei den Wünschen für den kommenden Tag ist es genauso. Nehmen Sie sich nicht zuviel vor. Fokussieren sie sich auch hier auf Kleinigkeiten, die Ihnen den Alltag versüßen, wie zum Beispiel ein freundlicher Small-Talk mit Kollegen, eine sichere Fahrt zur Arbeit oder eine lustige WhatsApp-Nachricht, die sie erhalten. So schärfen Sie Ihr Bewusstsein und stecken vor allem Ihre Erwartungen an sich selbst und Ihre Umwelt nicht zu hoch.

Positivtät im Erfolgstagebuch

Affirmationen sind positiv formulierte Sätze, mit denen Sie gewissermaßen „Ja“ zu sich selbst sagen. Sie sind besonders wirksam wenn Sie oft wiederholt werden. Dabei können Sie erfinderisch werden. Für den Anfang könnten Sie beispielsweise schreiben: „Ich fühle mich von Tag zu Tag besser“ oder: „Ich bin ein erfolgreicher Mensch“. Sie sollten sich damit aber auch wirklich identifizieren können und selbst daran glauben. Es mag vielleicht anfangs ungewohnt erscheinen, aber die regelmäßige Wiederholung in Ihrem Erfolgstagebuch wird Ihnen zu einem positiveren Selbstbild verhelfen.

Reflexion von Erlebtem im Journaling

Wenn Sie abends nochmal auf den Tag zurückblicken, notieren Sie für sich selbst noch einmal kurz alles, was Ihnen tagsüber gefallen hat. Denken Sie in Ruhe darüber nach und geben Sie sich Zeit. Selbst wenn an dem Tag auf den ersten Blick gar nichts Besonderes passiert ist. Es könnte zum Beispiel das sonnige Wetter gewesen sein, oder eine kleines Lächeln beim Bäcker. Auch hier gilt wieder: Jede Kleinigkeit zählt. Denn viele Kleinigkeiten ergeben schließlich ein großes Ganzes.

Verbesserungen und Selbstreflexion im Journaling

Zum Schluss gehen Sie nochmal die Geschehnisse des Tages durch, die ganz okay liefen, aber die Sie noch gerne für sich selbst verbessern würden. Dabei geht es nicht darum, sich selbst zu verurteilen, sondern wirklich einmal ganz pragmatische und sachliche Selbstkritik zu üben. Sie hätten zum Beispiel gerne bessere Fremdsprachenkenntnisse für das nächste Firmenmeeting? Dann könnten Sie sich vielleicht für einen Sprachkurs anmelden! Indem Sie Ihre Ideen ernst nehmen und in die Tat umsetzen, stärken Sie dauerhaft Ihr Gefühl für Ihre Selbstwirksamkeit.

Was bringt das Journaling?

Wenn Sie Ihr Erfolgstagebuch konsequent schreiben, kann es sein, dass Sie Ihre Ziele und Wünsche plötzlich viel bewusster vor Augen haben. Vielleicht erleben Sie auch im Alltag ein bisschen mehr Zufriedenheit als früher. Auf dem Weg zu mehr persönlicher Weiterentwicklung kann Ihnen ihr Erfolgstagebuch auf jeden Fall ein sehr hilfreiches Werkzeug sein.

Natürlich ist ein Tagebuch nicht jedermanns Sache, aber wenn du vielleicht schon immer gerne den Stift in die Hand genommen hast und Dinge bewusster wahrnimmst, wenn du diese zu Papier bringst, dann ist das Journaling für dich eine gute Option. Du wirst sehen, dass du deinen Alltag viel bewusster wahrnimmst und deine Ziele genauer definieren kannst.