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Ausbildung: Was eine gelungene Bewerbung ausmacht

Ausbildung: Was eine gelungene Bewerbung ausmacht
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Tanja Tänzer am 27.03.2018

Die richtige Ausbildungsstelle zu finden, ist kein leichtes Spiel. Wenn du endlich einen Betrieb gefunden hast, bei dem du dir eine Ausbildung vorstellen kannst, steht als nächster Schritt das Verfassen einer aussagekräftigen Bewerbung an. Schließlich möchtest du dich von den anderen BewerberInnen abheben! Wir zeigen dir, an was du dabei alles denken musst.

Eine Ausbildungsbewerbung zu schreiben ist an sich keine schwierige Aufgabe, jedoch hängt von dieser Bewerbung viel für dich ab. Daher solltest du mit der richtigen Einstellung an die Sache gehen, dir Zeit nehmen und sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die Vorarbeit

Bevor du mit dem Verfassen deiner Bewerbung beginnst, solltest du dir Notizen machen, was die Bewerbung aussagen soll. Achte darauf, dass du relevante Informationen auswählst, die den Personaler von dir und deinen Stärken überzeugen. Sei konkret und nenne Eigenschaften, die zu dem Ausbildungsberuf passen, für den du dich bewerben möchtest. Diese Angaben finden in dem einseitigen Anschreiben der Bewerbung Platz. Allgemeine Aussagen über deinen bisherigen Werdegang findet der Personaler in deinem Lebenslauf.

Woraus eine Bewerbung besteht:

  • Anschreiben (nicht mehr als eine DIN-A4 Seite)
  • Lebenslauf (nicht mehr als zwei DIN-A4 Seiten)
  • Zeugnisse

Der/die AnsprechpartnerIn

Besonders gelungen ist eine Bewerbung, wenn du im Anschreiben eine konkrete Person ansprichst. Bevor du mit dem Schreiben beginnst, solltest du daher (beispielsweise im Internet) recherchieren, ob du eine für Bewerbungen zuständige Person findest. Diese/n AnsprechpartnerIn sprichst du mit „Sehr geehrte Frau Krüger“ zu Beginn des Anschreibens direkt an. Solltest du keine zuständige Person ausfindig machen, liegst du mit der Ansprache „Sehr geehrte Damen und Herren“ immer richtig.

Der respektvolle Ton

Der Ton sollte im Anschreiben niemals umgangssprachlich sein. Entscheide dich für einen respektvollen Ton und sieze deine/n AnsprechpartnerIn.

Zudem ist es wichtig, auf eine einwandfreie Rechtschreibung und Grammatik zu achten! Wenn du mit dem Anschrieben fertig bist, lass es am besten von jemandem Korrektur lesen. Oft übersieht man Fehler im eigenen Text.

Die Motivation

Für den Pesonaler, der darüber entscheidet, wer die Ausbildungsstelle bekommt, ist es wichtig, dass die Bewerbung aussagekräftig ist.  Mach in deiner Bewerbung deutlich, dass du dich für das Unternehmen interessierst, Lust hast, Neues zu lernen und teamfähig bist.  Es geht darum, sich von anderen BewerberInnen abzuheben. Beispielsweise durch Aktivitäten, die positiv herausstechen, wie zum Beispiel soziales Engagement oder Teamsport.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf informiert den Personaler über allgemeine Angaben zu deiner Person und deinem bisherigen Werdegang. Durch den Lebenslauf bekommt man einen ersten Eindruck zu der Person, die sich für die Ausbildung bewirbt.

Achte darauf, dass der Lebenslauf eine klare Struktur hat und chronologisch aufgebaut ist. Zudem ist es wichtig, dass du formelle Kriterien wie die richtige Schriftgröße und gleichbleibende Abstände einhältst.

Der Lebenslauf besteht aus:

  • Einem Portraitfoto: (oben rechts auf dem Lebenslauf)
  • Persönliche Angaben
  • Schulbildung
  • Praktika und Nebentätigkeiten
  • Kenntnisse (IT-Kenntnisse beispielsweise)
  • Interessen

Datum und Unterschrift dürfen am Ende des Lebenslaufes nicht fehlen!

Das Bewerbungsfoto

Bei einem Bewerbungsfoto geht es leider nicht in erster Linie um gutes Aussehen. Private Urlaubsfotos sind also ein absolutes No-Go! Das Foto ist schließlich das Erste, was dein zukünftiger Chef von dir sieht.  Es sollte sich also unbedingt um ein professionelles Bewerbungsfoto handeln, das seriös und freundlich rüberkommt. Mit einem dezenten Lächeln bist auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Achte zudem darauf, dass du dich an dem Tag des Fototermins ordentlich kleidest und kein zu auffälliges Make-Up oder eine ungepflegte Frisur trägst. Auch die Wahl des Hintergrundes des Fotos sollte nicht ablenken.

Die Zeugnisse

Am Ende deiner Bewerbung stehen die Zeugnisse. Diese zeigen dem Personaler, welche Erfahrungen du bereits mitbringst und ob deine Angaben im Lebenslauf korrekt sind. Hierbei solltest du darauf achten, nur relevante Zeugnisse und Nachweise mitzuschicken. Eine Urkunde über einen sportlichen Erfolg ist nicht immer passend.  
Relevante Nachweise sind:

  • Abschlusszeugnis oder die zwei letzten Schulzeugnisse (nur Kopien)
  • Sprachtest Nachweise (TOEFL, DELF usw.)
  • Praktikumszeugnisse
  • Empfehlungsschreiben
  • Gesundheitszeugnis (falls verlangt)
  • polizeiliches Führungszeugnis (falls verlangt)

Heutzutage werden die meisten Bewerbungen per Mail verschickt. In diesem Fall fügst du die einzelnen Dateien zu einem Dokument zusammen, fügst den Anhang hinzu und verschickst sie zusammen mit einem kleinen E-Mail Text:

„Sehr geehrter Herr.../ Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang finden Sie meine Bewerbung für die Ausbildung zum/zur Bürokaufmann/frau.

Ich freue mich auf eine Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann.“

Viel Erfolg beim Bewerben!